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Bio-Baumwolle

Bio bezieht sich auf den Anbau: kein synthetisches Pestizid, kein Kunstdünger, keine Gentechnik. Über die Verarbeitung sagt das Wort allein nichts — dafür gibt es Siegel.

Was Bio abdeckt

Das Wort betrifft den Acker: kein synthetisches Pestizid, kein Kunstdünger, kein gentechnisch verändertes Saatgut. Bei Baumwolle ist das kein Detail — konventioneller Anbau gehört zu den pestizidintensivsten Formen der Landwirtschaft.

Was es nicht sagt: wie gefärbt wurde, unter welchen Bedingungen genäht wurde, was an Chemie in der Ausrüstung steckt. Dafür braucht es ein Siegel, das die ganze Kette prüft.

Das Siegel

GOTS, der Global Organic Textile Standard, deckt Anbau, Verarbeitung, eingesetzte Chemikalien und soziale Mindeststandards ab. Wenn irgendein Kürzel auf einem Etikett etwas bedeutet, dann dieses.

Ein Etikett, auf dem nur „Bio-Baumwolle" steht, ohne Siegel und ohne Prüfnummer, ist eine Behauptung über das Feld — mehr nicht.

Was wir selbst verwenden

Damit dieser Text nicht mit zweierlei Maß misst: Die Shirts von GRINS sind Blanks von STANLEY/STELLA — der Freestyler mit 240 g/m² für die Kiez-Linie, der Creator 2.0 mit 180 g/m² für die Acid-Linie. Beide bestehen aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle. STANLEY/STELLA führt das GOTS-Zertifikat von Control Union unter der Nummer CU 819434, dazu OEKO-TEX Standard 100 und seit 2012 die Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation.

Was wir nicht behaupten: dass das fertige, bedruckte Shirt GOTS-zertifiziert sei. Das Siegel gilt für den Stoff, den wir einkaufen. Ob ein bedrucktes Teil es weiterträgt, hängt am Druckbetrieb und an den verwendeten Farben — und dafür haben wir kein eigenes Zertifikat. Deshalb steht auf unseren Produktseiten „Bio-Baumwolle" und nicht „GOTS-Shirt". Der Unterschied ist klein und wird oft übergangen. Er ist trotzdem der ganze Punkt dieses Textes.

Grammatur, das unterschätzte Maß

Die Zahl, die den Unterschied macht, steht selten groß dran: das Flächengewicht in Gramm je Quadratmeter.

Woran du es im Laden erkennst

Pflege

Kalt waschen, auf links, kein Trockner, kein Weichspüler. Weichspüler legt sich auf die Faser und nimmt der Baumwolle genau das, wofür man sie kauft: dass sie Feuchtigkeit aufnimmt.

Wie sich das mit dem Druck verträgt, steht dort.

Häufige Fragen

Woraus sind die Shirts von GRINS?
Aus Blanks von STANLEY/STELLA in GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle — Freestyler mit 240 g/m² und Creator 2.0 mit 180 g/m². Das GOTS-Zertifikat führt Control Union unter CU 819434. Das Siegel gilt für den Stoff, nicht für das bedruckte Endprodukt — deshalb sagen wir Bio-Baumwolle und nicht GOTS-Shirt.
Was bedeutet Bio bei Baumwolle?
Es bezieht sich auf den Anbau: ohne synthetische Pestizide, ohne Kunstdünger, ohne gentechnisch verändertes Saatgut. Über Färben, Nähen und Arbeitsbedingungen sagt es für sich genommen nichts.
Wofür steht GOTS?
Global Organic Textile Standard. Das Siegel deckt die ganze Kette ab — Anbau, Verarbeitung, eingesetzte Chemikalien und soziale Mindeststandards.
Was ist Grammatur?
Das Flächengewicht in Gramm je Quadratmeter. Ein leichtes Shirt liegt bei 140 bis 160, ein schweres bei 200 bis 240. Je höher, desto blickdichter und formstabiler.
Woran erkenne ich gute Ware im Laden?
Gegen das Licht halten — je weniger durchscheint, desto dichter das Gewebe. Dann den Saum und die Halsnaht ansehen: doppelt genäht und mit Nackenband ist ein gutes Zeichen.
Läuft Bio-Baumwolle mehr ein?
Nicht wegen Bio, sondern wegen der Ausrüstung. Vorgewaschene Ware bleibt stabil, unbehandelte zieht beim ersten heißen Waschgang an. Kalt waschen löst das Problem.

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Stand: 2026-09-03