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Wie ein Shirt bedruckt wird

Drei Verfahren stehen zur Wahl, und man sieht dem fertigen Shirt an, welches genommen wurde. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern in der Stückzahl.

Direktdruck

Im Grunde ein Tintenstrahldrucker für Stoff. Das Shirt wird eingespannt, vorbehandelt und bedruckt, die Farbe zieht in die Faser ein. Danach wird sie mit Hitze fixiert.

Vorteile: Jedes Motiv geht, jede Farbanzahl kostet gleich viel, und es lohnt sich ab dem ersten Stück. Deshalb drucken alle Shops mit kleinen Auflagen so.

Nachteile: Auf dunklem Stoff muss weiß untergedruckt werden, sonst deckt nichts. Das kostet Griff und macht die Stelle etwas steifer. Und die Deckkraft lässt über die Jahre nach.

Siebdruck

Das alte Verfahren. Für jede Farbe wird ein Sieb belichtet, dann wird Farbe durch das Sieb auf den Stoff gerakelt. Die Farbe liegt auf dem Gewebe statt darin.

Vorteile: Sehr haltbar, sehr deckend, klare Kanten. Ab etwa fünfzig Stück auch billiger.

Nachteile: Jede Farbe kostet ein Sieb und einen Arbeitsgang. Bei drei Farben und zehn Shirts ist es unwirtschaftlich. Farbverläufe gehen nur mit Tricks.

Flexfolie

Eine gefärbte Folie wird geschnitten, entgittert und aufgebügelt. Typisch für Trikotnummern und Vereinsnamen.

Vorteile: Sehr deckend, sehr günstig bei einzelnen Buchstaben und Zahlen.

Nachteile: Es ist eine geschlossene Schicht auf dem Stoff. Sie atmet nicht, sie fühlt sich an, und an den Kanten löst sie sich irgendwann.

Woran du es erkennst

Wie du es lang behältst

Auf links waschen, kalt, ohne Weichspüler, nicht in den Trockner. Das ist keine Vorsichtsmaßnahme für empfindliche Ware, sondern der Unterschied zwischen drei Jahren und zehn.

Häufige Fragen

Was ist Direktdruck?
Ein Tintenstrahldrucker für Textil. Die Farbe geht in die Faser, das Motiv fühlt sich kaum an. Er lohnt ab Stückzahl eins, weil keine Vorbereitung nötig ist.
Was ist der Unterschied zum Siebdruck?
Beim Siebdruck wird Farbe durch ein Sieb gerakelt, für jede Farbe ein eigenes Sieb. Das kostet Vorbereitung, wird aber ab etwa fünfzig Stück günstiger und hält länger.
Woran erkenne ich, was verwendet wurde?
Siebdruck liegt spürbar auf dem Stoff und hat klare Kanten. Direktdruck fühlt sich fast nicht an, kann aber bei genauem Hinsehen leicht gerastert wirken. Flexfolie ist eine geschlossene Schicht, die sich abhebt.
Was hält am längsten?
Guter Siebdruck. Direktdruck auf Bio-Baumwolle hält viele Wäschen, verliert aber langsam Deckkraft. Flexfolie reißt irgendwann an den Kanten.
Wie wäscht man bedruckte Shirts?
Auf links, kalt, ohne Weichspüler, nicht in den Trockner. Das gilt für alle drei Verfahren und verdoppelt die Lebensdauer.

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Stand: 2026-09-03